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Grau, teurer Freund, ist alle
Theorie -
UND grün des Lebens goldner Baum
(Goethe,
Mephisto)
Wilhelm Busch
1832 - 1908
Wenn einer,
der mit Mühe kaum
Geklettert ist
auf einen Baum,
Schon meint,
dass er ein Vogel wär,
So irrt sich der.
Victor Hugo,
1802 - 1885
franz. Schriftsteller:
"Die Zukunft
hat viele Namen:
Für Schwache ist sie
das Unerreichbare,
Für die Furchtsamen
das Unbekannte,
Für die Mutigen
die Chance"
Jockel DeMeehl
von 1993:
Auf der Insel Föhr
da hatt' ich's schwer.
Das Meer war leer,
welch ein Malheur!
Da Ebbe grad war,
war das Meer halt nicht da.
Ich betrank mich ein Stück,
da kam es zurück.
Welch Glück!
Das Meer und ich
war'n beide jetzt voll.
Ja, darum fand ich's
auf Föhr so toll !
Benjamin Franklin:
Wer die Freiheit aufgibt,
um Sicherheit zu gewinnen,
wird am Ende beides verlieren!
Curt Goetz:
Von allen Gesichtspunkten sind mir die Sommersprossen am
liebsten, sie kann man küssen !
US Präsident Truman hatte schon
als Kind schwache Augen und konnte deshalb nicht Baseball spielen.
Man gab ihm deswegen eine andere Aufgabe:
Er wurde Schiedsrichter !
Theodor Storm Vom Unglück
erst zieh ab
die Schuld;
was übrig ist,
trag in Geduld.
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im Text:
O.
ist Osterlandföhr oder Osterharde ,
W.
ist Westerlandföhr oder Westerharde |
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Osterlandföhr
und Westerlandföhr |
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Föhr wurde
schon im Jahre 1231 in zwei Harden eingeteilt. In Osterlandföhr und
Westerland- föhr. Eine Harde war früher die Einheit von etwa hundert
Familien. Wenn man so will, eine Verwaltungseinheit. |
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Die Stadt Wyk
löste sich 1706 von Osterlandföhr. Die Einteilung galt bindend bis 1864,
aber noch heute wird die Einteilung, wenn auch etwas abgewandelt,
verwendet. |
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Beide Harden
gehörten ursprünglich zum freien Friesland. Die Westerharde bestand
nicht, wie anzunehmen, aus der halben Insel Föhr, sondern aus dem
Kirchspiel St. Laurentii , den Dörfern Goting, Borgsum, Witsum, zwei
Drittel von Nieblum und die ganze Insel Amrum. Schon im 14. Jahrhundert
gehörte W. zu Dänemark. O. verblieb beim freien Friesland, daß sich den
Schleswig-Holsteinern anschloß. Dadurch kam es auf der Insel auch zu
politischen Gegensätzen. |
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Deutlich wurde
dies als auch die Friesen Krieg gegen Dänemark führten, so im Jahre
1411 und auch 1424, als sich die O. sich im Kampf mit den
Schleswig-Holsteinern vereinten um sich von der dänischen Herrschaft zu
befreien. Die W. kämpften nicht für diese Sache, weil W. ja Dänemark
verpflichtet war. Auf der Lembecksburg herrschte zu der Zeit ein Vogt
und Knappe der Lembecker mit eiserner Hand über die W. Durch seine Härte
sorgte er wohl auch dafür, daß es nicht zu einer Verbindung mit O. kam.
So auch als im Jahre 1426 in der Nikolaikirche eine Hardesversammlung
der Friesen stattfand, an der die W. nicht teilnahmen. |
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Als im Jahre
1435, nach einem fast dreißig Jahre währenden Krieg, der Frieden
zwischen dem König Erik von Dänemark und Adolf VIII. von Schauenburg,
Herzog von Schleswig, geschlossen wurde, mußte Dänemark Friesland und
die Inseln an das Herzogtum Schleswig abtreten. Lediglich W. und List
auf Sylt verblieben im Besitz Dänemarks und unterstand dem Amt Riepen. |
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Die W. ist
danach einige Male vom Hause Dänemark verpfändet, wieder eingelöst, aber
auch verkauft worden. So 1460 verpfändet, danach weiter verpfändet, aber
1484 wieder eingelöst. 1661 verkauft und 1683 wieder zurückgekauft.
Dadurch hatten es die Einwohner teilweise mit den Dänen in Riepen aber
auch mit den Schleswigern zu tun. In O. und W. wurde damals als
Amtssprache deutsch gesprochen, nicht etwa dänisch. |
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O. wurde 1526
verpfändet, ging auch 1535 an Iwen Reventlow, Amtmann in Tondern, der
aus den Steuergeldern in der damaligen Zeit seinen gepfändeten Anteil
erhielt. In den Jahren 1424 bis 1713 gehörte O.
herzöglich-schleswigschen, danach zum königlich-dänischen Anteil. In
dieser Zeit gehörte W. zum Königreich Dänemark und O. zum Herzogtum
Schleswig. 1771 wurde beschlossen, daß W. zur Verwaltungsvereinfachung
dem Amte Schleswig zugehörig sein sollte. Die W. wandten sich daraufhin
an den dänischen König mit der Bitte, daß es so bliebe, wie es war. Der
König verfügte, daß dieser Beschluß rückgängig gemacht wurde und so
blieb es dann auch bis 1864, bis ganz Föhr den Dänen abgenommen wurde.
Damit wurde auch W. und Amrum Schleswig unterstellt. |
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Während Sylt am
12. Juli und Röm am 13. Juli 1864 von den Preußen und Österreichern ero-
bert wurden, war Föhr noch bis zum 18. Juli 1864 dänisch. Ein
denkwürdiges Datum. Der Frieden selbst wurde am 30. Oktober 1864
geschlossen. Zwar hatte damit die Herrschaft durch die Dänen ein Ende,
aber erst nachdem die Preußen in der Schlacht von Königsgrätz gegen die
Österreicher gewonnen haben und im Prager Friedensvertrag die Rechte an
Schleswig, Holstein und Lauenburg erhalten haben, wurde Föhr endgültig
preußisch. Die dänische Herr- schaft hatte mit dem 12. Januar 1867 ein
Ende gefunden. Der seit 1460 bestehende Zustand hatte sein Ende
gefunden. |
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Quelle:
O.C.Nerong, Die Insel Föhr, erschienen 1903, Seite 80-90 |
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Die Geschichte
von Nordfriesland, Schleswig-Holstein und Dänemark ist im großen und
ganzen die gleiche. |
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Aber fangen wir
doch mal ganz vorne an. Bereits in der älteren Steinzeit vor mehr als
5000 Jahren waren die ersten Menschen in das heutige Gebiet von
Nordfriesland und Schleswig- Holstein gekommen. Sie lebten hier als
Fischer und Jäger und haben mit ihren Einbäumen die damaligen Seen und
Flüsse befahren. Es gibt Funde aus dieser Zeit, die Sie als Beweise aus
dieser Zeit in verschiedenen Museen finden werden. |
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In der jüngeren
Steinzeit, der Bronzezeit und der Eisenzeit wurden die Menschen seßhaft
und trieben auch Handel mit ihren Nachbarn. Das seinerzeit auf Helgoland
gefundene Bern- stein diente damals schon als Handelsware. Im ersten
Jahrhundert n. Chr. lebten bereits mehrere germanische Bauernvölker auf
der “Cimbrischen Halbinsel”, so genannt von den Römern. Zuerst auf dem
schmalen Gebiet der Marsch. Die Besiedlung des Landesinneren dauerte um
einiges länger, weil hier die Geest mit tiefen Wäldern bewachsen war.
Wegen der Enge ihrer Heimat verließen die Cimbern das Land, zogen gegen
die Römer und wurden von denen vernichtend geschlagen. Sie waren die
Ersten, die das Land verließen. Im 5. Jahrhundert, zur Zeit der
Völkerwanderung, sind viele Angeln mit Jüten und Sachsen nach Britannien
gezogen, haben das Land erobert und dort ihren Namen Angelland (England)
gegeben. |
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Um 800 n. Chr.
waren im Süden der Halbinsel drei Sachsenstämme seßhaft geworden und
zwar dort, wo sie heute noch leben, die Dithmarscher (Gau des Dithmar).
Diese haben damals ihre Wohnhäuser auf Wohnhügel, den Wurten oder
Warften, gebaut, weil das Land immer wieder überflutet wurde. Deiche gab
es damals noch nicht. Neben den Dithmarschern gab es noch die Stormarner
(wegen ihres stürmischen Mutes?) und im Schutze der dichten Wälder die
Holsten (Holz-Sassen). |
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Später setzten
sich dann die Friesen, von West- und Ostfriesland kommend, dort fest, wo
heute die nordfriesischen Inseln sind. Aus dem Norden zogen dann auch
die Wikinger ins Land und haben dort gesiedelt. |
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Im 9.
Jahrhundert bauten die Dänen unter ihrem König Göttrik das DANEWERK
südlich der Schlei gegen die kriegerischen Sachsen.. 811 wurde die Eider
als Südgrenze von den Dänen festgelegt. Im Osten bauten die Stormarner
und Holsten den LIMES SAXIONAE gegen die Slawen. Im Süden, an der Elbe,
entstand die Hammaburg (heute Hamburg) als Grenzfestung gegen die Slawen
und Karl der Große baute die ESEBURG (heute Itzehoe) an der großen Nord-
Süd- Straße, die auch über die Eider führt. Am Ende der Schlei setzten
sich die schwedischen Wikingerkönige in HAITHABU (bei Schleswig) fest.
804 als Sliesthorp und 850 als Sliaswich benannt. Aus dieser Zeit künden
noch die Runensteine von den Raubzügen dieses kriegerischen Volkes.
Vergessen wird oft, daß diese aber auch als Bauern und Kauf- leute tätig
waren. Wie hier in Haithabu. Haithabu wurde 1050 durch einen Brand
zerstört. |
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Im Jahre 934
unternahm der Sachsenkaiser Heinrich I. einen Vorstoß über seine
Nordgrenze und besiegte auf seinem Kriegszug Haithabu und zwang den
Wikingern das Christentum auf. Wenig später gelang es dann auch Otto I.
König Harald von Dänemark niederzuwerfen. Otto errichtete danach
zwischen Eider und Schlei die DEUTSCHE NORDMARK. Nach dem Ende des
Sachsenkaisertums mußte Konrad II. aus dem Geschlecht der Salier die
DEUTSCHE NORDMARK bis zur Eider an Knut, den König von Dänemark,
Norwegen, England und Schott- land abtreten. |
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Herzog Lothar
von Sachsen, der spätere Kaiser Lothar III. belehnte Adolf I. von der
Schauen- burg bei Rinteln an der Weser mit den Grafschaften Holstein und
Stormarn im Jahre 1010 /11. Das Geschlecht der Schauenburger, die sich
als Ansiedler der Bauern, als Städtegründer, als kluge Politiker und als
wachsame Hüter der Nordgrenze hervortaten, unterlagen unter Adolf dem
III. von Schauenburg der Übermacht der Dänen unter Führung des Herzogs
Waldemar von Schleswig, der 1202 König von Dänemark wurde.
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Der
Hohenstaufer, Kaiser Friedrich II. überläßt daraufhin Waldemar von
Dänemark alle zum römischen Reiche gehörenden Gebiete jenseits der Elbe.
Das war im Jahre 1214. Die Holsten unter Adolf IV. von Schauenburg
errangen aber gegen Waldemar II. von Dänemark im Jahre 1227 bei
Bornhöved in einer Schlacht mit Unterstützung der Mecklenburger, der
Niedersach- sen, den Bremern, den Hamburgern und Lübeckern Land und
Freiheit zurück. Damals so um 1300 sind etliche Städte in den
Grafschaften entstanden. Erst recht, als es dem Schauenbur- ger
Holstengrafen Gerhard III. gelang, vom König von Dänemark im Jahre 1326
das Fahnen- lehen über Schleswig und Holstein zu erhalten.
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Zu dieser Zeit
erhielten die Schauenburger in den Verteidigungskämpfen gegen die Dänen
Hilfe von der Hanse. Es war zur Zeit des Dänenkönigs Waldemar IV
Atterdag (1340-1375), der die Friesen an der Küste überfiel und
plündernd durch die gesamte NORDMARK zog, auch in Schweden einfiel und
die Kriegsflotte der Hanse im Kampf in der Ostsee zerstörte. |
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Das allerdings
konnte sich die Hanse nicht bieten lassen. Sie schloß sich mit den
Schweden, den Mecklenburgern und den Holsteinern zu einer Seestreitmacht
zusammen und siegten. In Stralsund wurde im Jahre 1370 ein
Friedensvertrag geschlossen. |
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Nachfolgerin
auf dem Thron wurde seine Tochter Margarete, die durch Heirat 1380
gleichzei- tig Königin von Norwegen war. Von da an bildeten Norwegen und
Dänemark eine Union. 1389 wurde sie auch noch Königin von Schweden.
Damit waren alle drei nordischen Länder in einer Hand. Es kam 1397 zur
“Kalmarer Union”, einer Reichsbindung, die bis 1513 hielt.
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Zwischen Eider
und Elbe saßen die Dithmarscher, die einen Bauernfreistaat errichtet
hatten. Es gab in Meldorf den Rat von achtundvierzig auf Lebenszeit
gewählten Bauern, die gemein- sam das Land regierten. Obwohl Gerhard
III. Schleswig und Holstein vereint hatte, konnte er die Dithmarscher
nicht bezwingen. 1319 mußte er eine Niederlage hinnehmen. Auch 1404
wurden etwa 300 Holstenritter erschlagen, als sie versuchten, in
Dithmarschen einzudringen. |
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Nach dem
Aussterben der Schauenburger (1459) wurde Christian I., König von
Dänemark, Herzog von Schleswig und Graf von Holstein-Stormarn. Diese
geschaffene Personalunion galt bis in das Jahr 1863. Im Jahre 1460 sagte
Christian I. den Schleswig-Holsteinern eine eigene Verwaltung,
Rechtssprechung und ewige Unteilbarkeit zu. Der Kaiser erhob auch
Holstein in 1474 zum Herzogtum. |
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Aber immer noch
weigern sich die Dithmarscher, die Herrschaft Dänemarks anzuerkennen.
Die Dänen wollten in Dithmarschen drei Burgen errichten, um dort ihre
Herrschaft zu festigen. Sie sind daraufhin unter König Hans von Dänemark
und den Schleswig-Holsteinern in das Land eingedrungen und haben Meldorf
besetzt. Die Dithmarscher verschanzten sich darauf- hin in Hemmingstedt
und öffneten die Fluttüren der Deichschleusen, es kam daraufhin zu einer
schweren Überschwemmung der Marsch. Die Eindringlinge wurden von der
Flut überrascht, das Heer löste sich auf und die Dithmarscher haben
dabei auch im Kampf den Gegnern eine schwere Niederlage beigebracht. Das
war 1500. Erst 1559 gelang es mit einer vierfachen Übermacht, die
Dithmarscher in die Knie zu zwingen. Die Bauern des Bauern- staats
wurden entwaffnet, das Land unter den Siegern aufgeteilt. |
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1523
zerbrach die Union mit Schweden, Christian II. verlor den dänischen
Thron, als Nachfol- ger wurde Herzog Friedrich von Schleswig und
Holstein zum dänischen König gewählt. Sein Sohn, Christian III.
führte 1536 die evangelische Reformation ein, als Staatskirche 1537. |
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Gelitten
hat Schleswig Holstein durch die Zersplitterung des Königshauses
Dänemark in seine Haupt- und Nebenlinien mit seinen großen und
kleinen Fürstenhäusern, aber auch im 30-jährigen Krieg (1618-1648),
im schwedischen Krieg und im nordischen Krieg (1700-1721). |
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In der
Franzosenzeit, als Napoleon 1805 bei Jena und Auerstädt siegte und
als das deutsche Reich zusammenbrach, fiel Holstein an Dänemark.
Deshalb mußte sich zwangsläufig sowohl Schleswig, als auch Holstein
durch den König von Dänemark mit Napoleon verbünden. 1813 wurde
diese Koalition besiegt, Norwegen ging verloren und als 1815 der
DEUTSCHE BUND entstand, wurde Holstein als Bundesstaat
eingegliedert. Damit war erst einmal die Einheit der
Schleswig-Holsteiner dahin, aber auch um niemals wieder zu seiner
Größe zu finden, die das Land einst hatte. Schleswig blieb bei
Dänemark. |
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Nun schlossen
sich Patrioten zusammen, um gegen die “Eiderdänen” für Deutschtum und
Ein- heit Schleswig-Holsteins einzustehen. In dieser Zeit entstand auch
das Lied “Schleswig-Hol- stein meerumschlungen....”. Es kam zur
Proklamation in Kiel, es war März 1848. Es wurde auch eine provisorische
Regierung gebildet, es kam zu einem Krieg, an dem auch Freikorps
beteiligt waren. Nachdem Preußen seine Hilfe zurückzog, war der Konflikt
vorerst beendet. Durch den “Frieden von Berlin” von 1850 und den
“Londoner Vertrag” von 1852 blieb der Bestand des dänischen
Gesamtstaates erhalten, aber mit der Auflage, Schleswig nicht enger als
Holstein an sich zu binden. |
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Als aber der
dänische König die “Eiderdänische Verfassung” im November 1863 erließ,
die im Widerspruch zu den Österreich und Preußen gegebenen Zusagen
stand, kam es zum Krieg gegen Dänemark. Die Verbündeten überschritten
die Eider, stießen nach Norden vor und be- setzten auch die
nordfriesischen Inseln und Jütland. |
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Im Frieden zu
Wien mußte der König von Dänemark die Herzogtümer Schleswig an Preußen ,
Holstein und Lauenburg an Österreich abtreten. Nun hatte sich Bismarck
schon 1863 dahin- gehend geäußert, daß die Schleswig-Holsteiner Preußen
werden sollten. Dazu kam es dann ja auch. Es kam zum Krieg zwischen den
Preußen und Österreichern und in der Schlacht von Königsgrätz im Jahre
1866 siegten die Preußen. Im Friedensvertrag von Prag wurden alle
Rechte an Schleswig und Holstein den Preußen übertragen, damit war die
lange währende dänische Herrschaft nunmehr mit dem 12. Januar 1867
zuende. Von diesem Tage an wurden die Herzogtümer Schleswig und
Holstein, sowie Lauenburg preußische Provinz. Der seit 1460 bestehende
Zustand hatte damit sein Ende gefunden. |
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Nach dem ersten
Weltkrieg (1914-1918) fiel Nordschleswig an Dänemark, denn bei der 1920
stattgefundenen Volksabstimmung votierten dort 75 % für Dänemark. Im
südlichen Teil stimm- ten nur 20 % für Dänemark. Somit verlief die
Grenze jetzt oberhalb von Sylt und Hadersleben, Tondern und Apenrade
waren wieder dänisch, auch Sonderburg und die Insel Alsen, Flens- burg
wurde Grenzstadt. |
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Seitdem kam es
nicht wieder zu Gebietsveränderungen, auch nicht nach dem Ende des 2.
Weltkrieges. Durch die Flüchtlingswelle seit 1945 kamen seinerzeit etwa
1 Million Deutsche aus dem Osten ins Land. |
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Heute ist
Schleswig-Holstein ein Land der Bundesrepublik Deutschland. |
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Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben,
wenden Sie sich bitte an unseren
Webmaster.
©
Copyright 2001 Holger Hansen. Alle Rechte vorbehalten. |
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